Mühlen

Wassermühle Scheeßel

Die Geschichte der Scheeßeler Wassermühle beginnt mit einer sagenhaften Überlieferung: Ein „böser Müller“, der mit dem Pastor der nahe der Mühle gelegenen  St. Lucas-Kirche im Streit lag, wollte diesem Schaden zufügen und schloss das Mühlenwehr, um mit dem Stauwasser die Kirche zu überschwemmen. Sein frevelhaftes Tun wurde hart bestraft - der Mühlendamm brach und das tosende Wasser schwemmte seine Mühle fort.

Im Jahr 1507 ist die Mühle an ihrem heutigen Standort an der Wümme wieder aufgebaut worden.  Während des 30- jährigen Krieges wurde die Mühle durch kaiserliche Truppen erneut zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Die damalige Mühle besaß zwei Wasserräder.

Auf dem gegenüberliegenden Flussufer ließ der Müller 1834 eine weitere Kornmühle errichten. Die Mühle hatte auch noch eine Sägerei, die allerdings 1971 abgebrochen werden musste. Beide Mühlen erhielten bereits in den Jahren 1884 bzw. 1891 an Stelle der Wasserräder einen Turbinenbetrieb. Die Scheeßeler Mühle ist somit eine der ältesten Turbinenmühlen im norddeutschen Raum.

Im Jahr 1929 wurde die Mühle auf die Herstellung von Mischfutter und Backschrot umgerüstet, ehe der Betrieb 1999 komplett eingestellt wurde. Seit 2003 leitet der Förderverein „Scheeßeler Mühle“ die Geschicke der Mühle. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, die Mühle als ein Mühlenmuseum zu betreiben. 

Kontakt

Wassermühle Scheeßel
Jan Müller-Scheeßel
Mühlenstr. 43
27383 Scheeßel
0 42 63 / 30 05 95

mueller-scheessel‎@‎gmx.de
www.scheesseler-muehle.de/

Öffnungszeiten

Besichtigung nach vorheriger telefonischer Absprache
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